Vorab: die Bilder heute sind richtig cool =). Aber jetzt geht los

Um 7 Uhr ging es zum sehr reichhaltigen Frühstück, Rühreier, Obst, Lachs, Croissants, heiße Schokolade, Orangensaft. Gestärkt ging es mit dem Auto weiter Richtung Norden mit dem ersten Zwischenziel Lillehammer. Ein Blick aus dem Fenster hat die Vorfreude aber getrübt. Wegen dem trüben Wetter war die Sichtweite leider sehr gering. Die schöne Landschaft entlang der Route konnten wir somit nur erahnen. Gefühlt alle paar Meter mussten wir auch Maut bezahlen für die Autobahn. Immer nur zwischen 20 und 35 Kronen, aber Kleinvieh macht eben auch Mist. Unser Nummerschild wird elektronisch in Reisegeschwindigkeit auf der Durchfahrt erfasst, anhalten war somit nicht notwendig. Die Rechnung kommt dann in ein paar Monaten als E-Mail nach Hause. Ich bin schon gespannt wie hoch die Nachzahlung ausfallen wird. Entlang der Strecke sind auch immer wieder Schafe zu sehen, aber irgendwo müssen die Norweger Pullover ja herkommen. Wir sind dann auch mal parallel zur Autobahn auf Landstraßen gefahren, was gleich viel schöner war. Die Landstraße war welliger hatte mehr Kurven und auch noch verwunschener. Über die Landstraße sind wir dann auch in Lillehammer eingefahren.

Für die Unwissenden 1984 wurden hier die Olympischen Winterspiele ausgetragen. Aus heutiger Sicht, insbesondere wenn man Sotchi und Rio im Hinterkopf hat, fragt man sich wie die das damals geschafft haben.  Lillehammer ist eine kleine Stadt ohne große Straßen, einem mittelgroßen Bahnhof und ein Flughafen war nicht in Sicht. Also ungefähr so groß wie jede Stadt in Deutschland, ungefähr so wie Miltenberg und Großheubach zusammen. Aber die Geschichte zeigte uns ja, dass Sie es geschafft haben. Durch Zufall sind wir dann noch an der Bobbahn vorbeigekommen, gleich um die Ecke war auch ein Stausee (#Ökostrom). In der Nähe war auch noch die Stabskirche von Ringbu, welche aus Holz im 12. Jhd gebaucht wurde.

Auf dem weiteren Weg nach Norden war auffällig, dass deutlich weniger Elektroautos auf Norwegens Straßen unterwegs sind als gedacht, nämlich fast keine. Während in Dänemark gefühlt nur Mercedes rumgefahren sind, ist die Opel Quote, insbesondere der Mokka, in Norwegen deutlich größer. Die Schweden fahren hingegen sehr gerne Volvo. In der Mittagspause haben wir in einem Flyer von einem nahegelegenen Aussichtspunkt erfahren. Kurzer Hand wurde der Umweg auf sich genommen. Vom Parkplatz, 1000m hoch gelegen auf einer Hochebene, aus ging es zu Fuß nochmal 180 m hoch (Workout wäre somit auch erledigt). Wie von unten schon geahnt, war uns der Ausblick durch Wolken verbaut, die 50 m zu tief gehangen haben. Der Ausguck oben war allerdings ein Design Highlight, geplant vom selben Architekten, der schon die Osloer Oper designt hat. Ich muss sagen der Mann kann was. Die Location würde auch als James Bond Drehort funktionieren.

Auf unserem Rückweg ist dann die Hochebene schon in einem ganz anderen Licht erstrahlt, weil die Sonne langsam den Kampf gegen die Wolken gewinnt. Die herbstliche Stimmung mit ihren tollen Farben ganz gut zur Geltung. Nach einer Weile Fahrt haben wir den nördlichsten Punkt unserer Reise erreicht: Andalsnes. Von dort aus, geht es wieder Richtung Heimat, aber erstmal an Trollstigen vorbei. Die Sonne hat dann auch für den Rest des Tages fast durchgehend durch die Wolken geschaut. Wetter war somit voll OK, insbesondere perfekt fürs Fotos.

Um auf den Aussichtspunkt Trollstigen zugelangen, geht es eine Serpentinenstraße nach oben. Das Motto der Auffahrt war: Vollgas oder Vollbremse, sofern wir nicht alle paar Meter für Fotos angehalten sind. Um den Ausblick oder die Wasserfälle zu fotografieren. Oben angekommen gibt es mehrere Aussichtspunkte, die innerhalb einer sehr schön angelegten Anlage verbunden. Selbst auf der Toilette gab es einen super Ausblick.

Die ganze heutige Fahrt zeigte mir deutlich, dass mir die Natur deutlich besser gefällt als Städte. Im Gegensatz zu den Städten hatte ich das Gefühl in der Natur längst noch nicht alles gesehen zu haben, und das obwohl ich deutlich länger in der Natur gewesen war als in der Stadt. Insbesondere die nordische Natur, weil so en Strand ist jetzt nicht wirklich abwechslungsreich und man bekommt auch nur einen blöden Sonnenbrand. Dann doch lieber Bäume und Steine in denen man sich auspowern kann.

Als Endziel für heute steht der Geiranger Fjord an. Auf dem Weg dahin wieder atemberaubende Natur kaum zu beschreiben. Unsere Straße wurde einmal durch Schafe und einmal durch Kühe blockiert. Denen hat es bei der schönen Natur und dem unbegrenzten Freilauf sicher auch gut gefallen. Unser Weg wurde auch von einer kleinen Schlucht gekreuzt. Kurz angehalten, Fotos gemacht, weitergings. Wir mussten ja unsere Fähre erreichen und wir wussten nicht wie lange Sie verkehrt und das Auto musste ja auch noch getankt werden. Zum Auto kann ich mittlerweile sagen, dass es sich damit sehr entspannt fährt. Gemütliche Sitze und viel viel Beinfreiheit, ebenso bekommt das Panoramaschiebedach eine ganz neue Bedeutung, bei so steilen Bergen am Straßenrand. Durch das Schiebedach kann man sich entspannt die Berggipfel anschauen. Um auf die Fähre zufahren haben wir dann aber doch lieber die Frontscheibe genutzt. Die Fähre ist auch noch gefahren und warten mussten wir auch nur ein paar Minuten. Leider waren die Seitenränder der Fähre verbaut, somit konnten von dort keine Fotos geschossen werden.

Zur Kamera noch ein paar Worte: Akku Nr. 1 war leer, Akku Nr. 2 voll und immer noch in Benutzung, mal schauen ob wir Akku Nr. 3 brauchen wie voll er dann ist. Ebenso kann festgehalten werden, dass ich der bessere Fotograf bin und mein Bruder das bessere Model. Passt also ganz gut die Kombi.

Der Geiranger Fjord ihr könnt es euch denken, auch super schön. Na klar was sonst. Am Fuße des Fjords liegt unsere heutige Unterkunft. Ein Campingplatz mit wahnsinns Ausblick. Wir haben dort eine kleine Hütte mit Stockbett und Parkplatz. Gut der Parkplatz ist etwas klein für unser Auto, was aber ja jetzt nicht Parkplatz liegt. Ich denke auch, dass der normale S-Klasse Fahrer auch nicht auf einem Campingplatz übernachtet. Da war es wieder das Netto-Gefühl. Es gab auch einige interessante Blicke von den Nachbarn =).Jetzt sitze ich hier in der Hütte und schreibe die letzten Zeilen des Eintrags. Der muss dann online gestellt werden, die Bilder rausgesucht und beschriftet werden. Noch ne gute ¾ Stunde zu tun also, aber was tut man nicht alles für seine Fans und Follower. Bleibt auch morgen wieder dran und erfahrt, was wir auf dem morgigen 500 km erleben.

Aber jetzt gibt es erstmal Abendessen.

 

  • Ökostrom am Staudamm
  • Stabskirche
  • Stabskirche
  • Stabskirche
  • Weg zum Aussichtspunkt Sonhaga
  • heute leider kein Ausblick
  • Designschmuckstück
  • Designschmuckstück, aber immer noch kein Ausblick
  • Weg zum Aussichtspunkt Sonhaga
  • Impressionen von der Autofahrt
  • Impressionen von der Autofahrt
  • Wasserlauf an der Strecke
  • Impressionen von der Autofahrt
  • Posen muss sein
  • Impressionen von der Autofahrt
  • zweiter Wasserlauf, fast schon ein Wasserfall )(
  • Wingsuitspringer am Fallschirm
  • Trollstigen von oben
  • Wasserfall an Trollstigen auf der Bergauffahrt
  • Wasserfall an Trollstigen von oben
  • Trollstigen
  • Trollstigen
  • Trollstigen
  • Anlage an Trollstigen
  • Impressionen von der Autofahrt
  • Schafe kreuzen unseren Weg
  • kurz vor der Fahre
  • Tankstop
  • Posen Teil 2 mit vollem Tank
  • warten auf die Fähre
  • Ausblick von der Fähre
  • Geiranger Fjord man achte auf das blaue Wasser
  • Gerainger Fjord
  • Gerainger Fjord
  • Gerainger Fjord

 

Guten Appetit und viele Grüße,

Alex

P.S.: weitere Bilder folgen noch, die müssen aber erst in die RAW-Entwicklung und noch als HDR zusammengesetzt werden. Sorry, aber keine Zeit. Da sind Sie wieder die Abkürzungen. =)

Wunderschönes Naturwunderland Norwegen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.