Ein bekannter Spruch lautet ja: Nach dem Marathon ist vor dem Marathon.

Wirklich? Naja bei mir nicht. Nach dem Marathon stand bei mir erstmal eine Borreliose auf dem Programm. Vielleicht hat mir diese auch den Marathon versaut. Danach ist man bekanntlich ja schlauer. Blöd, aber gut kann jetzt auch nicht mehr geändert werden. Als Behandlung durfte ich 3 Wochen lang Doxycyclin, ein Antibiotika einnehmen. Oder anders aus gedrückt Sportverbot.

Juhu!! Super. Naja auf der anderen Seite hätte ich mich nach einem richtigen Marathon auch erstmal ein paar Tage mit Sport zurückhalten müssen, der Regeneration wegen. Die Post-Marathon-Erfahrung ist somit also fast identisch. Was bedeutet die Pause jetzt für mich: Ganz viel freie Zeit, oder besser ausgedrückt viel zu viel freie Zeit. Durch meinen Umzug in eine neue Umgebung kenne ich hier noch niemanden. Die viele freie Zeit hatte ich also ganz alleine für mich. Anfangs war das Ganze angenehm, wenn ich nach der Arbeit entspannen konnte. Es dauerte aber nicht lange bis sich die Entspannungszeit in Langeweile gewandelt hat. Zusätzlich fehlt durch den Sport ein Ausgleich und eine Art der Auspowerung. Joggen hilft mir auch immer den Kopf frei zu bekommen. Ich war also auf der Suche nach einer anderen nicht sportlichen Herausforderung.

Glücklicherweise habe ich aber seit dem Umzug eine . Jetzt mögt ihr denken, wie kann den eine Spülmaschine das Problem lösen. Ganz einfach: meine Ausrede in den letzten Jahren warum ich nicht gekocht habe war, dass ich kein Bock auf Abspülen hatte. Gut groß angefangen zu Kochen habe ich jetzt nicht, bis auf ein Nudelgericht, aber wir befinden uns ja momentan in der Weihnachtszeit. Es liegt also auf der Hand, dass ich Plätzchen backe. Gesagt getan, mit jedem Versuch wurde der Plätzchenteig besser und besser. Wie ich herausgefunden habe, liegt das Geheimnis in der richtigen Konsistenz der . Zu hart oder auch zu weich sorgt für ein schlechtes Ergebnis.

Nach unzählig gebackenen Plätzchen, ergaben sich neue Probleme: wer soll die Plätzchenmassen alles essen und wo und wie lagere ich alle Plätzchen. Ich hoffe ich finde genügend Mitesser, damit nichts weggeschmissen werden muss. Aber ich bin optimistisch, dass Kokosmakronen, Lebkuchen, Feenküsse und weitere Konsorten ein kurzes aber schönes Leben haben werden. Laut der Industrie sollten auf jeden Fall die Zutaten ein schönes Leben geführt haben.

Ein Problem konnte die Plätzchenbackerei nicht lösen: Den Kopf bekomme ich damit nicht frei, weil ich mich ständig konzentrieren musste die richtigen Zutaten in der entsprechenden Menge hinzuzufügen. Aber seit gestern muss ich kein Antibiotika mehr nehmen. Jetzt heißt es noch ein paar Tage abwarten, aber dann kann es mit den ersten Laufeinheiten wieder losgehen. Vielleicht liegt auf den Straßen dann Schnee, da macht das gleich viel mehr Spaß.

Bis bald,

euer Alex

Wie geht es weiter
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