Die Nacht wurde gemütlich durchgeschlafen in unserem Stockbett. Alles schön ruhig gewesen. Nachdem aufstehen hieß es Frühstück fassen. Das Buffet war im Kofferraum aufgebaut. Unser Auto hatte zum Glück noch alle Räder, das Nachbarfahrzeug stand hingegen nur auf Wasserkästen.

Erster Prorammpunkt für heute: Kopenhagen unsicher machen. Die Spiegelreflexkamera haben wir aus zwei Gründen im Auto gelassen: Erstens wegen dem wolkenverhangenen Himmel und zweitens, weil wir das Akkuladegerät zuhause vergessen haben. Blöd, aber wir haben 3 Akkus dabei, bei denen wir aber nicht wissen wie voll Sie sind. Also stand Akkusparen an. Wegen dem einsetzenden Nisselregen hätten wir aber auch alle paar Sekunden die Linse trocknen müssen. Die Fotoqualität der heutigen Smartphones ist zwar nicht auf dem Niveau einer , aber schlecht sind die Fotos ja auch nicht. Aber überzeugt euch selbst unten in der Bildergalerie.

Mit der Metro ging es dann in die Stadtmitte. Die Metro fährt automatisiert und benötigt keinen Fahrer. Der Computer hat uns aber auch sicher an den Königsplatz gebracht. Eine traumhafte Baustelle haben wir allerdings vorgefunden, für die wurde aber eigens eine Aussichtsplattform eingerichtet. Der Ausblick: naja Baustelle halt. Deswegen sind wir ein paar Meter zum Nyhavn weitergegangen. Keine Touristen, nix los, nur ein Schiff was Müll aus dem Wasser gefischt hat. Als wir später noch mal zurück gekommen sind, wussten wir warum vorher nix los war: Es war den Touris einfach zu früh, um 8:30 Uhr haben anscheinend noch alle geschlafen. Wir haben uns dann den eigenständigen Staat Christiana in Kopenhagen angeschaut: Eigene Gesetze, keine Polizei, Künstlerstadt, legale Drogen, cooler Müllwagen, aber trotzdem überall Müll in Mengen. Kopenhagen ist allerdings eine sehr saubere Stadt (siehe Müllsammelschiff).

Kopenhagen ist auch eine Fahrrad freundliche Stadt, überall eigene große Radwege am Straßenrand. Das haben wir uns dann auch zu Nutze gemacht und haben uns stillecht ein E-Bike geliehen. Sehr entspannendes Fortbewegungsmittel, allerdings nur solange der Motor auch arbeitet. Bei mir ist er nach einer Weile ausgefallen. Mist könnte man jetzt denken, ganz falsch: Workout of the Day: Fahrrad fahren!! Da freut sich der Trainingsplan. Das E-Bike war nicht nur ein E-Bike sondern ein E E Bike. Was ist das? Naja ein E-Bike mit einem fest installierten Tablet am Lenker. Was bringt das? Eine elektronische Karte mit meiner GPS Navigation. Navigieren durch eine fremde Stadt ist somit super Easy und die interessanten Orte sind schnell gefunden. Coole Sache, funktioniert auch super mit nassen Display im Regen. Nach guten 2,5 Stunden haben wir gefühlt alles gesehen und haben uns auf den Weg zurück ans Auto gemacht. Sicherlich kann man auch etwas länger in Kopenhagen bleiben, aber den Flair der Stadt haben wir voll und ganz mitbekommen.

Im Vorhinein hab mich natürlich schlau gemacht, was man in Kopenhagen anschauen muss. Quelle 1: Tripadvisor mit dem Tipp Nyhavn und Quelle 2: Niklas mit dem Tipp Cristiana. Beides angeschaut, beides schön, aber der Punkt geht ganz klar an Niklas.

Mit dem Auto ging jetzt die 3-Länder-Tour los: Dänemark, durch Schweden hindurch nach Norwegen (Oslo). Über die Öresund Brücke (50€ Überfahtgebühr) haben wir das baustellenfreie Dänemark Richtung dem Ikealand Schweden verlassen. An der Grenze sind wir dann logischerweise auch direkt an einem solchem Einkaufstempel vorbei gefahren. Schweden dient uns nur als Transitland Richtung Norwegen. Schöne Autobahntoiletten (zumindest von aussen) haben Sie trotzdem. Ebenfalls auffällig ist die Geschwindigkeit mit der sich die Windräder hier drehen. Da ist das Verhältnis zwischen Schweden und Deutschland ungefähr so wie zwischen einem Hasen und einer Schnecke. Gigaliner  und Spurrille gehören in Schweden zum normalen Straßenbild, aber kein Problem, da die Autobahnen leer sind. Gestern kam es zu folgendem Zitat: „Verdammt jetzt muss ich wieder selber fahren, der Assistent steigt bei 220 km/h aus.“ Das kann heute bei einem Tempolimit von 130 (Dänemark), 120 (Schweden), 90 (Norwegen) nicht passieren. Heute fährt also der Assistent für uns: lenkt, hält die Spur, bremst vor Kurven ab, überholt nur bei Ampeln muss noch selbst gebremst werden. Bei Dauerregen und langweiligen Autobahnen ist das Autofahren also halbwegs erträglich. Die Aussicht ist dank des Regens auch nur Bescheiden, aber immerhin sind wir halbwegs trocken am Vormittag durch Kopenhagen gekommen.

Rund um Göteburg waren wir mächtig im Stau gestanden, als Belohnung nach dem Durchqueren gab es einen Wikingerburger in einem lokalen Fast Food Restaurant. Nach der Stärkung haben wir uns mit dem Google Assistenten unterhalten. Fazit: 10.000 mal besser als die Mercedes Sprachsteuerung. Google konnte aber nicht das Licht hinten anschalten =). Die Landschaft kurz vor Norwegen wurde deutlich schöner, da macht das Fahren gleich viel mehr Spaß. Direkt nach der Grenze mussten wir tanken, Diesel für 1,5€ den Liter. Ein erster Vorgeschmack, das Norwegen teurer wird. Relativ lustig ist auch, dass die Autobahnschilder in Dänemark blau, in Schweden grün und in Norwegen wieder blau sind. Schönes Sandwich. Apropo Essen als nachmittags Snack gab es Dänische Butterkekse. Ja Ok wir waren da schon nicht mehr in Dänemark sondern in Schweden, aber es isst ja auch nicht jeder sein Knopers um halb zehn in Deutschland.

Pünktlich zum Bundesliganpfiff von HSV- RBL sind wir in Oslo eingefahren. Sightseeing Teil 2 in einer anderen skandinavischen Hauptstadt stand auf dem Programm. Oper Oslo und kurzer Spaziergang durch die Stadt, Dauer ca. 45 min. Auch wieder das Gefühl alles gesehen zu haben. Gut sicherlich nicht, aber der Flair ist angekommen. Oslo ein schöner Kontrast zu Kopenhagen, die perfekte Mischung für einen Tag. Kopenhagen ist eine alte und Oslo eine moderne Stadt, aber beides schön. In Oslo fährt niemand Fahrrad, aber dafür bauen sie hohe Häuser. Jetzt keine richtigen Hochhäuser ála New York, aber doch deutlich höher als in Gundernhausen oder Kopenhagen. Der einzige Punkt in dem Sie sich gleichen ist die Sauberkeit. Die Oper von Oslo ist eine echte Schönheit. Aussen Stein, Innen Holz, getrennt durch eine Glasfassade. Der wahre Clou ist aber, dass man auf (fast) allen Fassaden laufen kann, sogar bis hoch aufs Dach. Der Architekt hat viele Fassaden schief designt. Perfekt für den Physikunterricht mit dem Thema: Schiefe Ebene. Die Hangabtriebskraft ist zum Glück kleiner als (!!! Ja ich kann es =) ) die Haftkraft, so kommt der Tourist ohne Rutschen hoch und runter, auch bei nassen Verhältnissen. Ihr glaubt doch nicht, dass es trocken war in Oslo.

Ohne weitere Vorkommnisse haben wir zwei Touristen uns dann auf den Weg zu unserem Hotel gemacht. Das einzige Mal auf der Reise bekommen wir dort ein Frühstück serviert. Es liegt direkt am Flughafen von Oslo. Dies bietet uns einen guten Ausgangspunkt für Morgen. Klickt auch morgen wieder rein um zu erfahren was es zu berichten gibt.

  • Unser Hotel in Kopenhagen
  • Unser Nachbar hatte weniger Glück
  • Metro ohne Fahrer
  • Baustellensichtschutz mal anders
  • Küstenflair von Kopenhagen
  • Es gibt auch schöne Autos in Dänemark
  • Nyhavn mit Schlössern an einer Brücke
  • Nyhavn
  • Nyhavn
  • Nyhavn
  • Christiana
  • Müllwagen von Christiana
  • Christiana
  • Christiana
  • Flora von Christiana
  • E E-Bike
  • Öresund Brücke
  • stilechte Toilettenhäuser in Schweden
  • Reisempbil
  • Oper von Oslo
  • Innenansicht
  • Oper von Oslo
  • Zimmer

Viele Grüße,

Alex

3-Länder-Tour

Ein Gedanke zu „3-Länder-Tour

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